die hässlichsten macarons der welt

Ich will euch eine Geschichte erzählen.
Eigentlich sollte hier ein Post von einem Macarons-Rezept kommen. Aber: es wurden die hässlichsten Macarons der Welt.

Zutaten zusammengemischt. Gebacken, Lebensmittelfarbe hinzugefügt. Liebe reingesteckt. Salty-Caramel-Füllung hergestellt. Über 2 Stunden in der Küche gestanden, aber: sie wurden die hässlichsten Macarons der Welt.
Nicht postbar. Und auch nicht so wie gekaufte. Nicht so wie in dem Rezept, was ich mir rausgesucht hatte. Nichts für Social Media.

Aber: Geschmeckt haben sie trotzdem.

Während ich meine misslungenen Macarons fertig gestellt hab, habe ich mir darüber Gedanken gemacht. Ist das nicht eine Metapher fürs Leben? Oder zumindest: fürs Social Media Leben.
Nicht alles, was wir machen ist postbar. Und nicht alles will gesehen werden.  Ich habe meine Macarons verglichen. Mit denen aus dem Internet und gekauften. Vielleicht ist es bei denen ja genauso beim ersten Mal schief gelaufen?
Und genauso ist es bei Instagram & Co.: Ich vergleiche mich. Und bis zu einem gewissen Grad ist das auch normal. Aber der Vergleich kommt tagtäglich. Mit der schönen, bearbeiteten und sorgenlosen Fake Welt. Versteht mich nicht falsch: Ich nehme mich davon nicht aus. Ich selbst poste nur zu gerne schöne Bilder, die mit Realität wenig zu tun haben. Aber meine Welt ist eben nicht rosarot, babyblau und und voller Pancakes und Sonnenschein. Dennoch finde ich es sehr schön darin ab und zu abtauchen zu können. Einfach mal alle Probleme ausblenden – für eine kleine Sekunde zumindest. Doch das Wichtigste, was man hierbei immer im Kopf behalten muss: es ist nicht echt. Jeder spielt, mehr oder weniger, eine Rolle in den sozialen Medien. Und keiner lädt Bilder hoch, wo es einem schlecht geht. Auch der bekannteste Influencer der Welt hat mal schlechte Laune oder etwas falsches gegessen. That’s life. Keiner präsentiert seine „schlechten“ Seiten. Das ist die unschöne Wahrheit der schönen unrealen Welt.

Und jetzt: genieße ich meine misslungenen Macarons. Die offiziell hässlichsten Macarons der Welt. Aber: Schmecken tun sie trotzdem.

P.S. Wer sich doch mal an Macarons herantrauen will, kann gerne mal hier vorbei schauen. An dem Rezept habe ich mich orientiert (und das sie nichts geworden sind, liegt ganz bestimmt nicht am Rezept, denn: geschmeckt haben sie trotzdem).

 

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1 Kommentare

  1. Pingback: my feed is a mess and so is life – über die perfektion von instagram

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