my feed is a mess and so is life – über die perfektion von instagram

Das passt nicht. Das Bild im Quadrat und das große Ganze. Farben kreuz und quer; hier Sommer, da Weihnachten. Und Essen, Reisen, Beauty. Und Lifestyle. Poesie. Doch irgendwie zu wenig davon. Zu wenig Herzblut. Und dann doch zu viel um wirklich rein zu passen. Ich passe nicht ganz rein. Aber mittlerweile dann doch schon. Und ich mag das. Und irgendwie finde ich es schrecklich. Weil „ich“ fehle und trotzdem gerne mit dem Flow mitspiele. Weil ich gerne dazu gehöre. Aber auch gerne anders bin. Wie so oft finde ich mich genau hier: irgendwo dazwischen. 

Habt ihr erraten können von was ich rede? Ja, tatsächlich meinem Instagram Feed. Ich verbringe täglich viele Stunden auf Instagram. Wahrscheinlich zu viele. Und der Perfektionismus erschlägt mich förmlich. Schon einmal habe ich darüber einen Blogpost veröffentlicht, nämlich die hässlichsten macarons der welt, welcher sehr gut ankam. Und da mich dieses Thema erneut sehr beschäftigt spreche ich es jetzt mal an. 

Anfangs da gab es mich und meinen Blog – und Instagram. Mein Blog, der Ort wo ich geschrieben habe, wenn mich Dinge gefesselt haben, Gedanken nicht losgelassen oder ich von Reisen berichtet habe. Mein kleiner Traum und bis heute – mein Baby. 
Klar, das Leben spielt oft dazwischen. Studium, Job und so schnell rückte der Blog in den Hintergrund. Dazu kam noch das Buch, was natürlich massig Zeit (aber vor allem: massig Liebe und Herzblut) in Anspruch genommen hat. 
Und damit rückte Instagram in den Vordergrund. Die ersten Kooperationen, der schnelle Austausch, das schnelle Feedback. Auf den ersten Blick – genial. Aber dann habe ich sehr schnell bemerkt wie oberflächlich Instagram doch ist, leider. Und wie sehr mir mein Blog fehlt, weil das hier ehrlich ist. Das hier, das bin ich. Und kein schnell hochgeladenes Foto. 

Und dazu kommt: der Perfektionismus. Ob mir mein Feed Kopfschmerzen bereitet? Aber hallo. Die Farben passen nicht zusammen und die Themen sowieso nicht. So viele Blogger-Mädels (und natürlich auch Jungs), die sich täglich bestimmt stundenlang Zeit nehmen und Bilder machen. Die farblich perfekt abgestimmt und vorbereitet und wunderschön sind. Und dann komme ich: nichts passt zusammen, alles ist Chaos. 

my feed is a mess but so is life

Kleine Worte hier, hingeschrieben. Wahrscheinlich nicht viel mehr als etwas Gemecker. Über mich? Über Instagram? Oder darüber, dass ich mir den Kopf darüber so zerbreche?

Aber eine Message: Instagram ist nicht echt. Bitte, bitte merkt euch das. Lasst euch von der Scheinwelt nicht den Kopf verdrehen. Alles sieht mit dem richtigen Winkel und Filter perfekt aus. Nobody is perfect. 
Auch nicht die ganzen Blogger-Mädels, mit ihren nahezu perfekten Bildern (die ich sehr schön finde und auch Respekt davor habe so viel Zeit dafür zu opfern, keine Frage). Was viele oft vergessen ist nun mal, dass Instagram etc. für viele nicht nur Freizeit, sondern eben auch ein Job ist. Und so gesehen: auf eurer Arbeit seid ihr ja auch anders als bei eurer Freizeit mit Freunden. Das nur im Kopf behalten

instagram is not real life

Aber mein Vorsatz: mehr Realität. Bilder können konstruiert sein, denn, jetzt mal ganz ehrlich, bei wem und wie oft landet denn wirklich ein „Schnappschuss“ auf Instagram. Aber mehr ich. Mehr Leidenschaft und mehr Texte. Denn die haben mir gefehlt. Und somit auch ich mir selbst. 

Für mehr ich. Und mehr Herzblut. Mehr Poesie und mehr dahinter stehen. Weniger der Masse folgen. Und immer im Hinterkopf behalten: Die Scheinwelt ist nicht echt. 

Musste ich einfach mal loswerden. Vielleicht geht es euch ja ähnlich oder ihr merkt wie sehr euch das Thema Social Media einnimmt. Denn bei so viel Zeit die dort verbracht wird, kann man darüber doch gar nicht oft genug drauf aufmerksam machen, oder? 

Habt eine schöne Woche!

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